Instandhaltungsrücklage: Wie viel sollten Sie zurücklegen?
Als grobe Orientierung gelten rund 1 € pro Quadratmeter Wohnfläche im Monat oder etwa 1 bis 1,5 % des Gebäudewerts pro Jahr. Das sind aber nur Faustregeln — der tatsächliche Bedarf hängt von Alter, Zustand und anstehenden Maßnahmen Ihres Hauses ab. Wichtig ist, überhaupt systematisch und regelmäßig zurückzulegen.
Die gängigen Faustregeln
Für die Höhe der Rücklage kursieren mehrere Daumenwerte. Die bekanntesten:
- Rund 1 € pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat — einfach zu rechnen, aber pauschal.
- Etwa 1 bis 1,5 % des Gebäudewerts pro Jahr — berücksichtigt den Wert, nicht aber den Zustand.
- Die Peterssche Formel rechnet über die Lebensdauer: vereinfacht etwa das 1,5-Fache der ursprünglichen Baukosten über rund 80 Jahre verteilt.
Warum die Faustregel oft zu niedrig ist
Pauschalwerte unterschätzen den Bedarf gern, weil große Posten geballt kommen: Dach, Heizung, Fassade oder Fenster fallen nicht gleichmäßig an, sondern alle paar Jahrzehnte auf einmal. Je älter das Haus und je höher die Baukosten, desto mehr sollten Sie zurücklegen.
ImmoCaptain leitet eine empfohlene monatliche Rücklage direkt aus Ihrem Wartungs- und Sanierungsbedarf ab — statt aus einer pauschalen Faustregel.
Rücklage berechnenSo planen Sie realistisch
Orientieren Sie sich am konkreten Zustand: Welche Bauteile sind wie alt, was steht in den nächsten zehn Jahren an? Terminieren Sie große Maßnahmen grob und führen Sie die Rücklage getrennt vom Alltagskonto — etwa auf einem Tagesgeldkonto, nicht spekulativ angelegt. Einmal im Jahr und nach jeder größeren Maßnahme prüfen Sie die Höhe neu.